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Internationaler Tag der Familie

15. 05. 2022

Alleinerziehende sind Superheldinnen und Superhelden

 

Zum internationalen Tag der Familie am 15. Mai rücken verschiedene Akteurinnen und Akteure im Land Brandenburg die Alleinerziehenden in den Fokus.

 

Alleinerziehende stehen in ihrem Alltag vor besonderen Herausforderungen. Verschiedene Akteurinnen und Akteure im Land Brandenburg nehmen den Internationalen Tag der Familien zum Anlass, um den Einsatz der Alleinerziehenden für ihre Kinder zu würdigen. Beteiligt sind die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Land Brandenburg (LAGF) mit dem Landesverband Brandenburg der Selbsthilfegruppen Alleinerziehender (SHIA) und dem Verband alleinerziehender Mütter und Väter - Landesverband Brandenburg (VAMV), die Netzwerke Frühe Hilfen Brandenburg (NFH) und das Netzwerk Gesunde Kinder (NGK).

 

Ursula Nonnemacher, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg, unterstreicht: „Alleinerziehende sind in einer herausfordernden Situation. Im Vergleich zu anderen Familienformen verfügen sie häufig über weniger zeitliche und finanzielle Ressourcen, so dass sie zum Beispiel auch ein erhöhtes Armutsrisiko tragen. Dies hat die Corona-Pandemie nochmals aufgezeigt und auch verstärkt. Daher ist es umso wichtiger, die Alleinerziehenden in den Blick zu nehmen und adäquat zu unterstützen, wo es nötig ist. Dies können wir nur gemeinsam erreichen.“

 

Ein gutes Praxisbeispiel, wie durch Kooperationen und im Austausch mit Alleinerziehenden passgenaue Angebote etabliert werden können, ist im Landkreis Dahme-Spreewald zu finden. Auf Initiative einer alleinerziehenden Mutter haben der SHIA-Landesverband Brandenburg e. V., die Nestbegleiterin Marieke Lüttger (NFH / Erziehungs- und Familienberatung Königs-Wusterhausen, Diakonisches Werk Lübben gGmbH) und das NGK Dahme-Spreewald einen Alleinerziehenden-Treff ins Leben gerufen. Aus dem Bedarf der teilnehmenden Familien heraus haben die Akteurinnen und Akteure einen Wohlfühl- und Fitnesstag für Alleinerziehende am 7. Mai 2022 auf die Beine gestellt, der von der Stadt Königs-Wusterhausen finanziert wird.

 

Britta Ernst, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, betont: „Derzeit sind rund ein Viertel der Familien im Land Brandenburg Einelternfamilien. Diese große Gruppe der Alleinerziehenden ist sehr heterogen und zieht sich durch alle sozialen Schichten. Auch ihre Bedarfe erstrecken sich über eine weite Bandbreite. Nur zusammen mit den Alleinerziehenden können wir ihre Bedürfnisse ausmachen und sie gut begleiten. Umso wichtiger ist es, dass die bereits bestehenden Angebote bekannter werden, wir mehr Alleinerziehende erreichen und mit ihnen in den Austausch treten können.“

 

In diesen Tagen starten die beteiligten Akteurinnen und Akteure eine Social-Media-Aktion mit dem Motto „Alleinerziehende sind Superheldinnen und Superhelden“. Ziel ist insbesondere die Wertschätzung und das Gesehen werden der Alleinerziehenden mit ihren Themen. Zudem sollen die bereits bestehenden Angebote bekannter werden, um noch mehr Alleinerziehende zu erreichen und ihre Bedarfe zu erfahren.

 

Birgit Uhlworm, SHIA-Geschäftsführerin, hält fest: „Gemeinsam können wir mehr erreichen und die Strukturen sowie Angebote für Alleinerziehende im Land Brandenburg weiter voranbringen. Es ist einfach unbeschreiblich, was Alleinerziehende alltäglich für ihre Kinder möglich machen. Dabei wollen wir ihnen verlässlich zur Seite stehen und sie in Zukunft noch besser unterstützen.“

 

 

Weitere Informationen zu den beteiligten Akteurinnen und Akteure sind hier zu finden.

 

Bild zur Meldung: Internationaler Tag der Familie

Themenjahr 2021/22: Mit der Familie durch die Corona-Krise
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Von der Covid-19 – Epidemie und den Maßnahmen dagegen sind Familien besonders betroffen. Die Schließung von Kindertagesstätten, Schulen und Ausbildungsstätten, die Betreuung und Beschulung der Kinder in der eigenen Wohnungen, Wegfallen von Sport- und Freizeitangeboten, Wegfall von privaten Kontakten zu Freundinnen und Freunden, zusätzliche Kosten in der Haushaltsführung, bei den Energiekosten, Kosten für mobile Endgeräte für das digitale Lernen – diese Liste könnte man fortsetzen - führte und führt zu enormen Belastungen der Kinder, Jugendlichen und deren Eltern. Die Folgen sind vielfältig und noch  gar nicht in vollem Umfang abzusehen.
Mit dem Themenjahr 2021 will die LAGF auf die Lage von Familien aufmerksam machen, mit Verantwortlichen aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft ins Gespräch kommen, „best-practice“-Beispiele sammeln, Lösungsvorschläge unterbreiten und Forderungen an die Politik formulieren.