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Positionspapier zum Tag der pflegenden Eltern

22.​10.​2026

Am 24. Oktober findet zum zweiten Mal der Tag der pflegenden Eltern statt. Unter dem Motto „Tag für Tag und viele Jahre – pflegen, kämpfen, Formulare“ macht ein Aktionsbündnis aus pflegenden Eltern und Unterstützer*innen bundesweit auf eine Lebensrealität aufmerksam, die in der Öffentlichkeit häufig unsichtbar bleibt: Pflegende Eltern müssen neben der täglichen Pflege, Betreuung und Begleitung ihrer Töchter und Söhne einen erheblichen bürokratischen Aufwand bewältigen. Zum diesjährigen Aktionstag fordert das Aktionsbündnis deshalb konkrete Schritte zum Bürokratieabbau. Ein Positionspapier benennt fünf konkrete Veränderungen, die pflegenden Familien den Zugang zu Unterstützung erleichtern und ihnen Zeit und Kraft zurückgeben sollen.

Die LAGF unterstützt das Positionspapier des Aktionsbündnisses.

 

Die fünf Forderungen auf einen Blick
1 Leistungen aus einer Hand statt zersplitterter Zuständigkeiten
2 Dauerhafte Bedarfe anerkennen statt immer wieder neu prüfen
3 Verbindliche Fristen statt monatelanger Verfahren
4 Ganzheitliche Beratung statt Informationspuzzle
5 Verfügbare Angebote statt Leistungen auf dem Papier

 

Über den Tag der pflegenden Eltern

Der Tag der pflegenden Eltern ist eine gemeinsame Initiative pflegender Eltern und ihrer Unterstützer*innen. Initiiert wurde er vom Arbeitskreis pflegender Eltern beim Bundesverband „wir pflegen e.V.“, der Interessenvertretung pflegender Angehöriger. Ziel ist es, die Lebensrealität pflegender Eltern sichtbar zu machen und Verbesserungen für pflegende Familien anzustoßen.

 

Quellenangabe:

Bild: Maria Thalmann 
Foto: Kerstin Fende

 

Bild zur Meldung: Bild: Maria Thalmann Foto: Kerstin Fende

Themenjahr 2026: „Familie und häusliche Pflege – Sorgearbeit gemeinsam gestalten“
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Familien leisten einen zentralen Beitrag zur Pflege in Brandenburg. Ein großer Teil der pflegebedürftigen Menschen wird nicht in stationären Einrichtungen, sondern im häuslichen Umfeld versorgt – meist von Angehörigen. 

 

Diese Sorgearbeit ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar, bleibt jedoch häufig unsichtbar und stellt Familien vor große organisatorische, finanzielle und persönliche Herausforderungen.

 

Durch Fachveranstaltungen, Dialogformate, Fachgespräche sowie wissenschaftliche und politische Beiträge will die LAGF gemeinsam mit ihren Partnern einen Beitrag für die zukunftsfähige Pflegepolitik mitzugestalten. Ziel ist es, konkrete Handlungsempfehlungen für Landespolitik und Kommunen zu erarbeiten, bestehende Entlastungsangebote bekannter zu machen und neue Wege zur Unterstützung von Familien in Pflegeverantwortung aufzuzeigen.