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Jedes Kind braucht faire Chancen – unabhängig vom Einkommen der Eltern

01.​06.​2026

Anlässlich des Internationalen Kindertages am 1. Juni fordert die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände entschlossenes politisches Handeln gegen Kinderarmut und soziale Ungleichheit. Die aktuelle UNICEF-Studie „Ungleiche Chancen – Wie das Einkommen der Eltern die Chancen der Kinder beeinflusst“ zeigt erneut deutlich: In Deutschland hängen Bildungserfolg, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern noch immer viel zu stark vom Einkommen und sozialen Status ihrer Eltern ab.
 

„Es darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, welche Zukunftschancen Kinder haben“, erklärt die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände. Doch die Realität zeigt: Viele Kinder wachsen weiterhin mit deutlich schlechteren Bildungs-, Gesundheits- und Teilhabemöglichkeiten auf.“
 

Gerade Familien mit geringem Einkommen, Alleinerziehende sowie Familien mit mehreren Kindern stehen unter hohem wirtschaftlichem Druck. Steigende Lebenshaltungskosten, fehlender bezahlbarer Wohnraum und unzureichende Betreuungsangebote verschärfen die Situation zusätzlich. Kinderarmut bedeutet dabei weit mehr als finanzielle Einschränkungen: Sie führt häufig zu sozialer Ausgrenzung, schlechteren Bildungschancen und geringeren Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung.
 

Zum Internationalen Kindertag fordert die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände daher:

  • eine wirksame Bekämpfung von Kinderarmut,

  • bessere und unbürokratische finanzielle Unterstützung für Familien,

  • verlässliche Bildungs- und Betreuungsangebote für alle Kinder,

  • mehr Investitionen in Schulen, Kitas und soziale Infrastruktur,

  • sowie eine konsequente Ausrichtung politischer Entscheidungen an den Bedürfnissen von Kindern und Familien.
     

„Kinder sind keine Randnotiz der Politik. Wer heute nicht in Kinder investiert, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt von morgen“, so die Familienverbände weiter. „Der Internationale Kindertag erinnert uns daran, dass jedes Kind das Recht auf gleiche Chancen, Schutz und Teilhabe hat.“

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände ruft Politik und Gesellschaft dazu auf, Kinder und Familien stärker in den Mittelpunkt politischen Handelns zu stellen und soziale Ungleichheit entschieden abzubauen.

 
Themenjahr 2026: „Familie und häusliche Pflege – Sorgearbeit gemeinsam gestalten“
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Familien leisten einen zentralen Beitrag zur Pflege in Brandenburg. Ein großer Teil der pflegebedürftigen Menschen wird nicht in stationären Einrichtungen, sondern im häuslichen Umfeld versorgt – meist von Angehörigen. 

 

Diese Sorgearbeit ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar, bleibt jedoch häufig unsichtbar und stellt Familien vor große organisatorische, finanzielle und persönliche Herausforderungen.

 

Durch Fachveranstaltungen, Dialogformate, Fachgespräche sowie wissenschaftliche und politische Beiträge will die LAGF gemeinsam mit ihren Partnern einen Beitrag für die zukunftsfähige Pflegepolitik mitzugestalten. Ziel ist es, konkrete Handlungsempfehlungen für Landespolitik und Kommunen zu erarbeiten, bestehende Entlastungsangebote bekannter zu machen und neue Wege zur Unterstützung von Familien in Pflegeverantwortung aufzuzeigen.