- 31.08.2026 Pressemitteilung Familienportal Brandenburg
- 01.06.2026 Jedes Kind braucht faire Chancen – unabhängig vom Einkommen der Eltern
- 15.05.2026 Familien brauchen mehr als gute Worte – Koalitionsvertrag bleibt hinter Erwartungen zurück
- 22.01.2026 Zuschüsse für eine Familienferienreise - Anträge 2026
- 22.01.2026 Auf Reisen mit Gastkindern!
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Anlässlich der Koalitionsverhandlungen hat die LAGF ihre Vorschläge für eine Familienpolitik aktualisiert
Wir brauchen in Brandenburg eine Familienpolitik , die sich an den Bedürfnissen der Familien orientiert. Dafür braucht es Verständnis von Familienpolitik als Querschnittsaufgabe. Alle Ressorts müssen sich dazu bekennen.
Drängendste Aufgabe ist die Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung.
Die LAGF hat dazu ihre Forderungen formuliert.
Brandenburg braucht:
einen Landesaktionsplan zur Prävention und Beseitigung von Kinder- und Familienarmut.
Die Armutsgefährdungsquote hat sich in Brandenburg in den letzten 10 Jahren nicht verändert. Die betroffenen Kinder, Jugendlichen und ihre Eltern sind nicht nur von Armut bedroht oder gefährdet. Sie sind arm und werden sozial ausgegrenzt. Arme Kinder wohnen in armen Familien. Deshalb muss immer die Familie als Gesamtheit in den Blick genommen werden. Die Familienverbände fordern daher einen Landesaktionsplan mit konkreten Maßnahmen zur Prävention, Bekämpfung und Vermeidung von Kinder- und Familienarmut.
die Sicherung flächendeckender Standards in den Strukturen der Familienpolitik.
Angebote der Familienförderung und -unterstützung müssen in allen Landesteilen und Regionen gleichwertig ausgebaut werden. Hierzu gehört auch die entsprechende Förderung der Projekte.
den Aufbau und die Verstetigung eines Landesfamilienportales in Zusammenarbeit mit den Landkreisen und kreisfreien Städten.
Die Familienverbände fordern nachdrücklich die Einrichtung eines digitalen Familienportals des Landes Brandenburg. Dabei soll das Land mit den Landkreisen und kreisfreien Städten kooperieren. Die LAGF bezieht sich dabei auch auf die Ergebnisse der Familienbefragung von 2019 und der Handlungsempfehlung des Familienbeirats von 2022.
die Verstetigung und Erhöhung der Förderung der Familienverbände und Stärkung des Landesnetzwerkes Familie.
Im Flächenland Brandenburg kommt es auf eine enge Vernetzung und Förderung der vorhandenen Strukturen an. Familienverbände sehen gerade in der Vernetzung verschiedener Angebote ihre Stärke. Familienpolitik ist eine Querschnittsaufgabe und betrifft alle wesentlichen Politikfelder. Damit diese nachhaltig wirken kann, benötigen die Familienverbände Kontinuität und Sichtbarkeit auch in der familienpolitischen Arbeit mit dem Land Brandenburg.
die Erarbeitung und Verabschiedung eines Familienfördergesetzes.
Die vorhandenen Angebote der Familienförderung müssen in Umfang, Qualität und Finanzierung langfristig gesichert werden. Ziel ist es, Eltern die beste Unterstützung rund um Fragen zum Familienleben zu bieten und bei erzieherischen Herausforderungen zur Seite zu stehen. Familien sollen einfach und unkompliziert Angebote in Anspruch nehmen können. Dies ist am besten durch ein Familienfördergesetz zu erreichen. Die Familienverbände bieten hierbei ihre Expertise und Mitarbeit an.
die Weiterführung des Brandenburger Familienforums.
Mit dem Familienforum ist es gelungen, eine neue Form der Kommunikation und Partizipation zu installieren. Familien und Abgeordnete reden miteinander auf Augenhöhe. Das Forum bietet Eltern die Möglichkeit, als Expertinnen und Experten in eigener Sache angesprochen und aktiv zu werden. Diese Form der Partizipation trägt somit zur aktiven Gestaltung der Gesellschaft und zur Stärkung der Demokratie bei.
die Verstetigung, den Ausbau und die nachhaltige Förderung der Familienzentren.
Brandenburg hat in den letzten Jahren damit begonnen, Familienzentren als Anlaufstelle für Familienberatung, Familienbildung und Familienfreizeit zu entwickeln. Diesen Weg gilt es fortzusetzen. Die Angebote müssen verstetigt und ausgebaut werden. Familien brauchen vor Ort konkrete Ansprechpersonen.
monatliche Angebote für die am meisten von Armut betroffenen Familienformen: Alleinerziehende, migrantische und kinderreiche Familien - in den Familienzentren.
Familienzentren sind für alle Familien da. Hier muss Begegnung zwischen allen Familienformen unabhängig vom sozialen Status stattfinden können. Dabei müssen die am meisten von Armut betroffenen Familienformen besonders angesprochen werden: mit eigens für sie konzipierten Angeboten, die mindestens monatlich stattfinden müssen.


