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Pressemitteilung Familienportal Brandenburg

31.​08.​2026

Familienportal Brandenburg: Wichtiger Schritt – jetzt zügig weiterentwickeln

Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände begrüßt Start des digitalen Familienportals und mahnt Umsetzung der Empfehlungen des Familienbeirats an

 

Potsdam, 26.08.2026 – Die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Land Brandenburg begrüßt den Start des neuen digitalen Familienportals des Landes Brandenburg. Mit dem Portal gibt es nun eine zentrale digitale Anlaufstelle, die Informationen zu finanziellen Hilfen, Beratungs- und Unterstützungsangeboten sowie zu verschiedenen Lebenslagen von Familien bündelt. Damit wird eine langjährige Forderung nach einem zeitgemäßen und leichter zugänglichen Informationsangebot für Familien aufgegriffen. Das Land selbst kündigt bereits weitere technische und inhaltliche Erweiterungen an.

 

„Familien brauchen verlässliche Informationen, die schnell, verständlich und möglichst aus einer Hand zugänglich sind. Der Start des Familienportals ist deshalb ein wichtiger und begrüßenswerter Schritt“, erklärt die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände.

 

Der Start darf allerdings nicht der Endpunkt sein. Aus Sicht der Familienverbände muss das Portal nun zeitnah und konsequent zu einem umfassenden digitalen Wegweiser für Familien in Brandenburg weiterentwickelt werden. Eine wichtige Grundlage dafür bilden die bereits im August 2022 vom Familienbeirat des Landes Brandenburg vorgelegten Handlungsempfehlungen zur Einrichtung eines digitalen Familienportals.

„Ein Familienportal ist dann gut, wenn eine Familie nicht erst wissen muss, welche Behörde oder welcher Träger für ihr Anliegen zuständig ist. Das Portal sollte von der konkreten Lebenssituation der Familien ausgehen und zuverlässig zum passenden Angebot lotsen. Dafür braucht es die Informationen und die Expertise der Kommunen, der Verbände und der freien Träger.“

 

Redaktionsbeirat jetzt einrichten

Besonders wichtig ist der LAGF die Einrichtung eines Redaktionsbeirates, wie sie bereits vom Familienbeirat empfohlen wurde. Dieser sollte nicht erst irgendwann im weiteren Verlauf der Entwicklung hinzukommen, sondern zeitnah eingerichtet und verbindlich in die Weiterentwicklung des Portals einbezogen werden.

Die Landesarbeitsgemeinschaft sieht darin zugleich eine Chance, die Beteiligung der Zivilgesellschaft an der Weiterentwicklung des Familienportals zu stärken. Der Familienbeirat hatte ausdrücklich empfohlen, Beteiligungsformate wie Feedbackmöglichkeiten, Onlinebefragungen oder andere Formen der Bürgerbeteiligung vorzusehen.

 

Positiv bewertet die LAGF, dass das Land bereits weitere Funktionen angekündigt hat. Eine interaktive Karte mit Familienangeboten und ein Veranstaltungskalender können das Portal künftig deutlich aufwerten und den regionalen Bezug stärken.

Die LAGF verbindet mit dem Start des Portals deshalb die Erwartung, dass die weitere Entwicklung zügig, kontinuierlich und unter Beteiligung der familienpolitischen Strukturen des Landes erfolgt.

 

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Familienverbände im Land Brandenburg bündelt die Interessen der Familienverbände auf Landesebene und setzt sich für eine familiengerechte Politik und gute Rahmenbedingungen für Familien in Brandenburg ein.

 
Themenjahr 2026: „Familie und häusliche Pflege – Sorgearbeit gemeinsam gestalten“
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Familien leisten einen zentralen Beitrag zur Pflege in Brandenburg. Ein großer Teil der pflegebedürftigen Menschen wird nicht in stationären Einrichtungen, sondern im häuslichen Umfeld versorgt – meist von Angehörigen. 

 

Diese Sorgearbeit ist für den gesellschaftlichen Zusammenhalt unverzichtbar, bleibt jedoch häufig unsichtbar und stellt Familien vor große organisatorische, finanzielle und persönliche Herausforderungen.

 

Durch Fachveranstaltungen, Dialogformate, Fachgespräche sowie wissenschaftliche und politische Beiträge will die LAGF gemeinsam mit ihren Partnern einen Beitrag für die zukunftsfähige Pflegepolitik mitzugestalten. Ziel ist es, konkrete Handlungsempfehlungen für Landespolitik und Kommunen zu erarbeiten, bestehende Entlastungsangebote bekannter zu machen und neue Wege zur Unterstützung von Familien in Pflegeverantwortung aufzuzeigen.